Pompeji war eine große römische Stadt in Kampanien, Italien, die nach dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter Vulkanasche begraben wurde. Sie wurde im 19. und 20. Jahrhundert ausgegraben und bietet dank ihres hervorragenden Erhaltungszustandes einen wertvollen Einblick in das römische Alltagsleben. Pompeji ist wohl die ergiebigste archäologische Stätte der Welt und hat Wissenschaftlern zu einer reichen Fülle an Daten verholfen.
Besiedlung in Kampanien
Das Gebiet wurde ursprünglich in der Bronzezeit auf einem Hang an der Mündung des Flusses Sarno besiedelt. Der Standort Pompejis und seine Umgebung boten den doppelten Vorteil eines günstigen Klimas und reichhaltigen Vulkanbodens, was die Etablierung von Landwirtschaft ermöglichte, insbesondere des Anbaus von Oliven und Weintrauben. Die ursprünglichen Siedler ahnten nicht, dass genau der Steilhang, auf dem sie bauten, durch einen längst vergessenen Ausbruch des heute harmlos wirkenden Berges, der ihre Stadt überragte, entstanden war. In der griechischen Mythologie fanden sich jedoch bereits Hinweise auf die Kraft des Vulkans, denn laut der Legende hatte Herakles (Hercules) hier in einer feurigen Landschaft gegen Riesen gekämpft. Tatsächlich wurde die nahe gelegene Stadt Herculaneum, die das gleiche Schicksal wie Pompeji erleiden sollte, nach dieser heroischen Erzählung benannt. Darüber hinaus wurde laut Servius der Name Pompeji von „pompa“ abgeleitet, was die Gedenkprozession zu Ehren von Herakles’ Sieg über die Riesen bezeichnete.
Die Griechen gründeten im 8. Jahrhundert v. Chr. Kolonien in Kampanien, und auch die Etrusker waren dort präsent, bis sie 474 v. Chr. in der Schlacht von Kyme von den Syrakusern und den dort ansässigen Griechen besiegt wurden. Danach drangen die Samniten aus den umliegenden Bergen in die Region vor und übernahmen die Kontrolle. Im 4. Jahrhundert v. Chr. eskalierten die samnitischen Machtkämpfe in ganz Kampanien zu den Samnitenkriegen (343–290 v. Chr.) und markierten den Beginn des römischen Einflusses in der Region. Pompeji wurde von Rom favorisiert, und die Stadt erlebte im 2. Jahrhundert v. Chr. eine Blütezeit, in der große Bauprojekte durchgeführt wurden. Pompeji, das samnitischen Ursprungs war, beharrte jedoch gegenüber der römischen Obrigkeit stets auf Unabhängigkeit, und Sulla belagerte die Stadt nach einem Aufstand und gründete dort schließlich 80 v. Chr. seine Kolonie Venus, wobei er vier- bis fünftausend Legionäre in der Stadt ansiedelte. Es folgte eine weitere Blütezeit: Vor Ort wurde ein Senat (ordo decurionum) gebildet und ein neues Amphitheater mit einer Kapazität für 5000 Zuschauer sowie ein Odeon für 1500 Zuschauer errichtet. Nach Jahrhunderten voller Höhen und Tiefen hatte die Stadt ihren endgültigen Höhepunkt erreicht.
Infolge seismischer Aktivitäten und Veränderungen der Küstenlinie befindet sich die antike Stadt heute zwei Kilometer landeinwärts, doch in der Römerzeit lag sie wohl viel näher am Meer und an der Mündung des Sarno und war etwa vier Meter tiefer gelegen. Die römische Stadt Pompeji erstreckt sich über etwa drei Quadratkilometer (ein Drittel ist noch nicht ausgegraben), doch auch die Außenbezirke waren dicht besiedelt. In der umliegenden Landschaft gab es zudem Hunderte von Bauernhöfen und rund hundert Villen. Die Einwohnerzahl der Stadt wird auf 10.000 bis 12.000 geschätzt, wobei ein Drittel Sklaven waren. In den umliegenden Bauernhöfen und Villen dürften noch einmal doppelt so viele Menschen gelebt haben. Die Küste Kampaniens war ein beliebter Erholungsort wohlhabender Römer, weshalb viele der Villen besonders prächtig waren und einen Panoramablick auf das Meer boten. Sogar Nero (Regierungszeit 54–68 n. Chr.) soll eine Villa in der Nähe von Pompeji gehabt haben, und man darf auch nicht vergessen, dass seine Frau Poppaea Sabina aus dieser Stadt stammte.
Ein blühendes Handelszentrum
In der antiken Stadt lag einer der bedeutenderen Häfen des Golfs von Neapel, und die umliegenden Siedlungen wie Nola, Nuceria und Aceria schickten ihre Erzeugnisse nach Pompeji, um sie von dort aus ins gesamte Reich zu transportieren. Waren wie Oliven und Olivenöl, Wein, Wolle, Fischsauce (garum), Salz, Walnüsse, Feigen, Mandeln, Kirschen, Aprikosen, Zwiebeln, Kohl und Weizen wurden exportiert, während zu den Importen exotische Früchte, Gewürze, Riesenmuscheln, Seide, Sandelholz, wilde Tiere für die Arena und Sklaven für die florierende Landwirtschaft gehörten.
Was das Essen betrifft, so wissen wir, dass die Ernährung der Pompejaner neben den oben genannten Lebensmitteln auch Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Austern, Krustentiere, Schnecken, Zitronen, Feigen, Salat, Artischocken, Bohnen und Erbsen umfasste. Allerdings waren einige dieser und anderer Delikatessen, wie in Honig gebratene Mäuse und die Leber der Grauen Meeräsche, wohl nur für die wohlhabenderen Bürger erschwinglich.
Die Stadt selbst war, wie bei den Römern üblich, von einer Mauer mit vielen Toren umgeben, oft mit zwei oder drei Bogenportalen, um Fußgänger- und Fahrzeugverkehr zu trennen. Innerhalb der Mauern gab es breite, gepflasterte Straßen in einem weitgehend regelmäßigen Raster (mit Ausnahme der eher willkürlich angelegten südwestlichen Ecke), doch gab es keine Straßennamen oder Hausnummern. Es gibt auch Hinweise darauf, dass der Verkehr in bestimmten Straßen auf eine Richtung beschränkt war. Die Stadt bot eine erstaunliche Mischung von mehreren tausend Gebäuden: Geschäfte, große Villen, bescheidene Wohnhäuser, Tempel, Tavernen (cauponae), eine Töpferei, ein Übungsplatz, Bäder, eine Arena, öffentliche Latrinen, eine Markthalle (macellum), Schulen, Wassertürme, eine Blumengärtnerei, Walkmühlen, eine Basilika, Bordelle und Theater. Dazwischen befanden sich Hunderte kleiner Schreine für alle Arten von Gottheiten und Ahnen sowie etwa vierzig öffentliche Brunnen. Kurz gesagt: Pompeji verfügte über alle Annehmlichkeiten, die man in einer blühenden und wohlhabenden Gemeinde erwarten würde.
In Pompeji gab es viele große Villen, von denen die meisten im 2. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurden und die die griechischen Kolonialwurzeln der Stadt widerspiegelten. Der typische Eingang dieser prächtigen Residenzen war eine kleine Straßentür mit einem Eingangsflur (fauces), der in ein großes, von Säulen umgebenes Atrium mit einem rechteckigen, zum Himmel hin offenen Wasserbecken (impluvium) mündete. Von dort aus gelangte man in andere Räume wie Schlafzimmer (cubicula) oder Esszimmer. Mobile Trennwände, oft mit mythologischen Szenen verziert, trennten die Räume voneinander und bewahrten im Winter die von Kohlenbecken abgegebene Wärme. Andere häufige Bestandteile des Hauses waren ein Tablinum oder ein Saal, in dem Unterlagen und Wertsachen aufbewahrt wurden, sowie Bereiche für den Ahnenkult (alae), der ein wichtiger Bestandteil des römischen Familienlebens war. Ein weiteres auffälliges Merkmal dieser Residenzen waren prächtige Bodenmosaike, die alle möglichen Szenen darstellen, von Mythen bis hin zu den geschäftlichen Aktivitäten des Hausbesitzers.
Viele Häuser verfügten über einen privaten, von einem Säulengang umgebenen Garten (hortus) mit Statuen, kunstvollen Brunnen, weinberankten Pergolen und Segeltuchmarkisen. In vielen Privathäusern gab es sogar Bereiche, die speziell dem Weinanbau gewidmet waren. Das Haus des Fauns ist ein gutes Beispiel für eine typische wohlhabende Residenz in Pompeji.
Viele der größeren Villen verfügten zudem über ein festes triclinium oder einen Essbereich im Garten, sodass Gäste auf gepolsterten Bänken im Freien speisen konnten. Zehn solcher Villen verfügten sogar über ein System kleiner Kanäle, die zwischen den Tischen verliefen und aus denen sich die Gäste an vorbeischwimmenden Speisen bedienen konnten. Villen ohne derartige Annehmlichkeiten nutzten oft Trompe-l’œil-Wandmalereien, um die Illusion von Landschaftsansichten zu erzeugen. Tatsächlich haben die Wandmalereien aus diesen Wohnhäusern auch Einblicke in eine Vielzahl anderer Bereiche des Lebens in Pompeji gewährt, wie Religion, Sexualität, Ernährung, Kleidung, Architektur, Industrie und Landwirtschaft. Gelegentlich verrieten sie auch den Status der Gäste, da die Sitzordnung formell so angeordnet war, dass die Bedeutung der Gäste Platz für Platz im Uhrzeigersinn zunahm, und manchmal reflektierte die Wanddekoration den Status des Gastes, der davor speiste.
Im krassen Gegensatz zu den reichen Wohnhäusern sind auch Sklavenunterkünfte erhalten geblieben und zeugen von den beengten, gefängnisähnlichen Lebensbedingungen dieses großen Teils der Bevölkerung. Zu den weiteren, bescheideneren Bauwerken zählten einfache zwei- oder manchmal dreistöckige Wohnhäuser, schlichte Tavernen und kleine Gebäude, die nicht mehr als mit Vorhängen abgetrennte Kabinen waren, in denen Prostituierte der unteren Gesellschaftsschicht ihrem Gewerbe nachgingen.
Der Vesuv erwacht
Die Gegend um den Vesuv erhielt ihr erstes Warnsignal, dass der Berg möglicherweise wieder zum Leben erwacht war, als am 5. Februar 62 n. Chr. ein gewaltiges Erdbeben die Region erschütterte. Das Beben hatte eine Stärke von 7,5 auf der Richterskala und verwüstete die umliegenden Städte – sogar Teile von Neapel, 32 Kilometer entfernt, wurden beschädigt. In Pompeji blieben nur wenige Gebäude unversehrt. Tempel, Häuser und Teile der massiven Stadtmauern stürzten ein, Brände verwüsteten Teile der Stadt, und sogar Schafe in der umliegenden Landschaft starben an den freigesetzten giftigen Gasen. Die Zahl der Todesopfer lag wahrscheinlich eher in den Tausenden als in den Hunderten. Auch die Wasserversorgung der antiken Stadt war durch Schäden an Aquädukten und unterirdischen Leitungen stark beeinträchtigt. Der Wiederaufbauprozess wurde zudem durch den Einsturz der Brücke über den Sarno behindert. Die Lage war so schlimm, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung die Stadt für immer verließ. Doch langsam wurden Reparaturen an der Stadt vorgenommen, manche hastig, andere sorgfältig, und das Leben begann sich wieder zu normalisieren. Die städtischen Reparaturen und Verbesserungen dürften auch durch den hoheitlichen Besuch von Kaiser Nero im Jahr 64 n. Chr. vorangetrieben worden sein – ein Anlass, der zur Aufhebung des Verbots von Gladiatorenkämpfen führte, das nach den berühmten Volksaufständen im Jahr 59 n. Chr. verhängt worden war.
Die seismische Aktivität hielt das nächste Jahrzehnt über an, scheint die Bevölkerung jedoch nicht übermäßig beunruhigt zu haben. Das Leben und die Wiederaufbauarbeiten nach der Katastrophe von 62 n. Chr. gingen bis 79 n. Chr. weiter. Damals, im Hochsommer, begannen seltsame Dinge zu geschehen. Tote Fische trieben im Sarno, Quellen und Brunnen versiegten ohne Erklärung, und die Weinreben an den Hängen des Vesuvs welkten auf mysteriöse Weise und starben ab. Die seismische Aktivität nahm zwar nicht stark aber merklich an Häufigkeit zu. Etwas stimmte eindeutig nicht. Obwohl einige Menschen die Stadt verließen, schien die Mehrheit der Bevölkerung seltsamerweise immer noch nicht allzu besorgt über die sich abzeichnenden Ereignisse zu sein, doch sie ahnten nicht, dass sie kurz vor einer Apokalypse standen.
Vulkanausbruch in Pompeji, 79 n. Chr.
Am Morgen des 24. August 79 n. Chr. (das traditionelle Datum, wobei eine im Jahr 2018 an der Stätte entdeckte Teilinschrift darauf hindeutet, dass der Ausbruch tatsächlich Mitte Oktober stattfand) signalisierte ein gewaltiger Knall, dass das über die letzten tausend Jahre hinweg angesammelte Magma endlich durch den Krater des Vesuvs gebrochen war. Aus dem Vulkan quollen Feuer und Rauch. Zu diesem Zeitpunkt mag es so ausgesehen haben, als würde der Berg nichts weiter tun, als ein harmloses Feuerwerk zu bieten, doch am Mittag brach der Vesuv aus: Eine noch gewaltigere Explosion sprengte den gesamten Kegel des Berges weg, und eine riesige Pilzwolke aus Bimssteinpartikeln stieg 43 Kilometer weit in den Himmel. Die Kraft der Explosion wird auf das 100.000-Fache der Atombombe geschätzt, die 1945 Hiroshima verwüstete. Die Asche, die auf Pompeji herabregnete, war zwar leicht, aber so dicht, dass innerhalb weniger Minuten alles zentimeterdick damit bedeckt war. Die Menschen versuchten zu fliehen oder suchten Schutz, wo sie konnten, und wer nirgendwo Unterschlupf fand, versuchte verzweifelt, sich über den Schichten vulkanischen Materials, das sich durch die Stadt wälzte, zu halten.
Am späten Nachmittag hallte noch eine weitere gewaltige Explosion durch die Luft und sendete eine Aschewolke über neun Kilometer höher als die vorherige. Die Asche fiel mit viel schwereren Steinen als beim ersten Ausbruch, und das vulkanische Material bedeckte die Stadt mittlerweile meterhoch. Gebäude begannen unter dem angesammelten Gewicht einzustürzen. Überlebende drängten sich in der Nähe von Mauern und unter Treppen zusammen, um sich besser zu schützen; einige umarmten ihre Angehörigen oder hielten ihre wertvollsten Besitztümer fest. Um 23 Uhr brach die riesige Wolke, die über dem Vulkan hing, unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und überrollte die Stadt in sechs verheerenden Wellen aus überhitzter Asche und Luft, die die gesamte Bevölkerung erstickten und verbrannten. Die Asche fiel weiter, und unerbittlich wurde die einst florierende Stadt meterhoch begraben und vom Angesicht der Erde getilgt, für lange Zeit verloren und vergessen.
Wiederentdeckung und Archäologie
Pompeji wurde schließlich im Jahr 1755 wiederentdeckt, als Arbeiten am Bau des Sarno-Kanals begannen. Örtliche Erzählungen über „die Stadt“ erwiesen sich als wahr, als die besagte Siedlung unter nur wenigen Metern Vulkangestein zum Vorschein kam. Von da an und nach einer Reihe groß angelegter Ausgrabungen wurde Pompeji zu einem unverzichtbaren Zwischenstopp auf der damals modischen Grand Tour und empfing so berühmte Besucher wie Goethe, Mozart und Stendhal. Letzterer fasste den seltsamen und imposanten Eindruck, den dieses Fenster in die Vergangenheit auf den modernen Besucher macht, treffend zusammen, als er schrieb: „...hier hat man das Gefühl, allein durch die Präsenz an diesem Ort mehr über ihn zu wissen als jeder andere Gelehrte.“
Neben architektonischen Überresten bot sich den Forschern in Pompeji auch eine Fülle weitaus seltenerer historischer Artefakte – eine wahre Fundgrube an Daten, die einzigartige Einblicke in die Vergangenheit gewährt. So hat beispielsweise die große Anzahl an Bronzestatuen Wissenschaftler zu der Erkenntnis geführt, dass dieses Material in der römischen Kunst häufiger verwendet wurde als bisher angenommen. Eine besonders reichhaltige Datenquelle sind sterbliche Überreste. Die Toten hinterließen Abdrücke im vulkanischen Material, und die Möglichkeit, davon Gipsabgüsse anzufertigen, liefert Hinweise darauf, dass etwa schlechte Zähne ein weit verbreitetes Problem waren. Zahnschmelz wurde durch Rückstände von Basaltmahlstein im Brot abgenutzt, Karies und Abszesse aufgrund einer zu zuckerhaltigen Ernährung waren ein häufiges Problem, und auch Tuberkulose, Brucellose und Malaria waren weit verbreitet. Die sterblichen Überreste von Sklaven, die trotz der Katastrophe oft noch in Ketten liegend gefunden wurden, erzählen zudem eine traurige Geschichte von Unterernährung, chronischer Arthritis und durch Überarbeitung verursachten Deformitäten.
Dank der Fülle an schriftlichen Aufzeichnungen, die an der Fundstätte erhalten geblieben sind, konnte auch das tägliche Leben in der Stadt rekonstruiert werden. So fand man Tausende von Wahlbekanntmachungen und Hunderte von Wachstafeln, die hauptsächlich Finanztransaktionen betreffen. Das Wachs dieser Tafeln ist zwar längst geschmolzen, doch oft sind Abdrücke des Griffels auf der hölzernen Unterlage erhalten geblieben. Weitere unschätzbare Textquellen sind Schilder, Graffiti, Amphorenetiketten, Siegel und Grabinschriften. Nicht nur sind solche Quellen für Historiker normalerweise nicht zugänglich, sondern ihre Vielfalt ermöglicht auch Einblicke in Gesellschaftsschichten, die in traditionell überlieferten Texten wie Fachbüchern und Rechtsaufzeichnungen meist ignoriert oder nur spärlich behandelt werden, wie etwa Sklaven, Arme, Frauen oder Gladiatoren. Wir wissen, dass es jedes Jahr 40 Feste der einen oder anderen Art gab und dass Samstag Markttag war. Graffiti erzählen uns zum Beispiel, dass ein Gladiator ein „Mädchenschwarm“ war, ein Mosaik im Haus eines örtlichen Geschäftsmannes verkündet stolz: „Gewinn macht Freude“, und Korrekturen auf Tafeln offenbaren den sich im Laufe der Zeit wandelnden Status von Bürgern. Es ist jedoch mehr als nur Namen und Zahlen überliefert. Die einzigartigen archäologischen Funde aus Pompeji bieten uns eine äußerst seltene Gelegenheit: die Möglichkeit, die wahrhaftigen Gedanken, Hoffnungen, Verzweiflungen, den Witz und sogar die ganz gewöhnlichen Lebensumstände dieser Menschen zu rekonstruieren, obwohl sie vor so langer Zeit lebten.
