Zweiter Kreuzzug

Mark Cartwright
von , übersetzt von Marie-Theres Carl
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The Second Crusaders Arrive in Constantinople (by Jean Fouquet, Public Domain)
Die Kreuzfahrer des Zweiten Kreuzzugs treffen in Konstantinopel ein Jean Fouquet (Public Domain)

Der Zweite Kreuzzug (1147–1149) war ein militärisches Unternehmen, das vom Papst und europäischen Adligen organisiert wurde. Sie wollten die Stadt Edessa in Mesopotamien zurückzuerobern, die 1144 an die muslimischen Seldschuken gefallen war. Trotz eines Heeres von 60.000 Mann und der Teilnahme zweier westlicher Könige war der Kreuzzug im vorderen Orient kein Erfolg und verschärfte die Spannungen zwischen dem Byzantinischen Reich und dem Westen. Der Zweite Kreuzzug umfasste außerdem bedeutende Feldzüge auf der Iberischen Halbinsel und im Ostseeraum, die sich gegen die muslimischen Mauren beziehungsweise gegen heidnische Völker Europas richteten. Beide Nebenfeldzüge verliefen größtenteils erfolgreich, doch das Hauptziel – den Lateinischen Osten von der Bedrohung durch muslimische Besetzung zu befreien – blieb unerreicht. In den folgenden zwei Jahrhunderten wurden daher weitere Kreuzzüge ausgerufen, die jedoch nur begrenzte Erfolge erzielten.

Ziele des Zweiten Kreuzzugs

Edessa, am Rand der syrischen Wüste in Obermesopotamien gelegen, war ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Die Stadt befand sich seit dem Ersten Kreuzzug (1095–1102) in christlicher Hand, fiel jedoch am 24. Dezember 1144 an Imad ad-Din Zengi (reg. 1127–1146), den muslimischen, unabhängigen Herrscher von Mosul (im heutigen Irak) und Aleppo (in Syrien). Nach der Eroberung, die die Muslime als „Sieg der Siege“ bezeichneten (Asbridge, 226), wurden westliche Christen getötet oder in die Sklaverei verkauft, während östlichen Christen der Verbleib in der Stadt gestattet wurde. Eine westliche Reaktion darauf war unumgänglich. Die Christen von Edessa hatten um Hilfe gebeten, und eine allgemeine Verteidigung des Lateinischen Ostens (Sammelbegriff für die Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten) wurde notwendig.

Das Fehlen eines klaren Ziels des Kreuzzugs machte sich später in der Auswahl militärischer Ziele durch westliche Anführer bemerkbar.

Papst Eugen III. (amtierte 1145–1153) rief am 1. Dezember 1145 offiziell zu dem auf, was heute als Zweiter Kreuzzug bekannt ist. Seine Ziele wurden nur vage formuliert. Weder Edessa noch dessen Herrscher Zengi wurden ausdrücklich erwähnt; vielmehr handelte es sich um einen allgemeinen Aufruf, die Errungenschaften des Ersten Kreuzzugs sowie die Christen und heiligen Reliquien in der Levante zu schützen. Das Fehlen eines präzisen Ziels sollte sich später in der Auswahl der militärischen Ziele durch die westlichen Anführer bemerkbar machen.

Um die Attraktivität des Kreuzzugs zu steigern, wurde den Teilnehmern die Vergebung ihrer Sünden zugesichert, selbst wenn sie auf dem Weg ins Heilige Land sterben sollten. Zudem sollte ihr Besitz ebenso wie ihre Familien während ihrer Abwesenheit geschützt werden, und Nebensächlichkeiten wie Zinsforderungen auf Kredite wurden ausgesetzt oder erlassen. Der Aufruf, unterstützt durch Werbereisen quer durch Europa – vor allem durch Bernhard, den Abt von Clairvaux – und die weitverbreitete öffentliche Verlesung eines päpstlichen Schreibens (bekannt unter dem Titel Quantum praedecessores nach seinen ersten beiden Worten), war ein durchschlagender Erfolg: 60.000 Kreuzfahrer machten sich bereit zum Aufbruch.

Der Kreuzzug wurde vom deutschen König Konrad III. (regierte 1138–1152) und dem französischen König Ludwig VII. (regierte 1137–1180) angeführt. Es war das erste Mal, dass Könige persönlich ein Kreuzfahrerheer in den Kampf führten. Im Frühsommer 1147 marschierte das Heer quer durch Europa nach Konstantinopel und danach weiter in die Levante. Dort schlossen sich den französischen und deutschen Truppen Italiener, Nordeuropäer und weitere französische Kreuzfahrer an, die per Schiff angereist waren, statt den Landweg zu nehmen.

Als Nur ad-Din (regierte 1146–1174), Zengis Nachfolger nach dessen Tod 1146, Joscelins II. Versuch zur Rückeroberung Edessas vereitelte, wurde den Kreuzfahrern die Dringlichkeit ihres militärischen Eingreifens bewusst. Die Stadt wurde erneut geplündert, um Nur ad-Dins neue Macht zu feiern. Sämtliche christlichen Männer wurden getötet, Frauen und Kinder wie zwei Jahre zuvor ihre westlichen Glaubensbrüder in die Sklaverei verkauft.

Feldzüge auf der Iberischen Halbinsel und im Ostseeraum

Der Zweite Kreuzzug verfolgte neben der Einnahme Edessas weitere Vorhaben auf der Iberischen Halbinsel und im Ostseeraum, und beide Unternehmungen standen unter päpstlicher Billigung. Die Kreuzfahrer, die eigentlich in den Osten segeln sollten, wurden vermutlich in Iberien eingesetzt, weil sich ihr Aufbruch verzögerte, während die Landheere nur langsam in Richtung Levante vorankamen. Da der Seeweg deutlich schneller war, bot es sich an, die wartenden Truppen in der Zwischenzeit einzusetzen.

Eine Flotte von etwa 160 bis 200 genuesischen Schiffen, beladen mit Kreuzfahrern, segelte nach Lissabon, um König Alfons I. von Portugal (regierte 1139–1185) bei der Eroberung der Stadt von den Muslimen zu unterstützen. Nach ihrer Ankunft begann am 28. Juni 1147 eine mustergültige Belagerung, die schließlich erfolgreich war: Die Stadt fiel am 24. Oktober 1147. Einige Kreuzfahrer setzten den Kampf gegen die Muslime auf der Iberischen Halbinsel, die sogenannte Reconquista, fort und errangen weitere Erfolge, darunter die Einnahme von Almería in Spanien am 17. Oktober 1147 unter der Führung König Alfons VII. von León und Kastilien (regierte 1126–1157) sowie von Tortosa im Osten Spaniens am 30. Dezember 1148. Ein Angriff auf Jaén im Süden Spaniens hingegen scheiterte.

Siege of Lisbon, 1147 CE
Die Belagerung von Lissabon, 1147 n. Chr. Roque Gameiro (Public Domain)

Ein weiterer Schauplatz der Kreuzzüge war der Ostseeraum und jene an die deutschen Gebiete grenzenden Regionen, in denen weiterhin Heidentum herrschte. Der sogenannte Nordkreuzzug, geführt von Sachsen unter der Leitung deutscher und dänischer Adliger und gerichtet gegen die heidnischen Wenden, verlieh der Kreuzzugsbewegung eine neue Dimension: Die aktive Bekehrung von Nichtchristen anstelle der Befreiung von Gebieten aus der Hand Ungläubiger. Zwischen Juni und September 1147 wurden Dobin und Malchow (beide im heutigen Nordosten Deutschlands) erfolgreich angegriffen, doch verlief der gesamte Feldzug kaum erfolgreicher als die üblichen jährlichen Raubzüge in dieser Region. Der Ostseeraum sollte in den folgenden Jahrhunderten ein zentraler Schauplatz der Kreuzzüge bleiben, besonders mit der Ankunft der Deutschritter im 13. Jahrhundert.

Das Byzantinische Reich

Der byzantinische Kaiser zur Zeit des Zweiten Kreuzzugs war Manuel I. Komnenos (regierte 1143–1180). Im Gegensatz zu seinen Vorgängern zeigte Manuel eine deutliche Neigung zum Westen. Er bevorzugte die Lateiner in Konstantinopel und verlieh ihnen zivile Auszeichnungen und militärische Titel. Seit dem Ersten Kreuzzug jedoch herrschte auf beiden Seiten tiefes Misstrauen zwischen dem Westen und Byzanz. Manuels Hauptsorge war, dass die Kreuzfahrer in Wahrheit nur auf die begehrten Gebiete des Byzantinischen Reiches aus waren, zumal Jerusalem bereits in christlicher Hand war. Aus diesem Grund bestand Manuel darauf, dass ihm die Anführer des Kreuzfahrerheers bei ihrer Ankunft im September und Oktober 1147 den Treueeid schworen.

Gleichzeitig hielten die westlichen Mächte die Byzantiner für allzu sehr mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt und wenig hilfreich für die edlen Ziele, die sie mit dem Kreuzzug verfolgten. Zudem hatte Byzanz Kreuzfahrergebiete wie Antiochia angegriffen, und die alten Spannungen zwischen der östlichen und der westlichen Kirche waren keineswegs überwunden. Bemerkenswert war, dass Manuel trotz seiner diplomatischen Haltung die Befestigungen Konstantinopels weiter ausbauen ließ.

In der Praxis bedeutete das, dass es rasch zu den üblichen Ausschreitungen jener Fanatiker und Männer zweifelhafter Herkunft kam, die Kreuzzüge offenbar stets anzogen. Auf ihrem Weg durch byzantinisches Gebiet in Richtung Vorderer Orient plünderten, raubten und vergewaltigten sie, obwohl Manuel die Anführer eindringlich dazu verpflichtet hatte, für alle Lebensmittel und Vorräte zu bezahlen. Um die Kreuzfahrer so schnell wie möglich aus seinem Reich zu geleiten, stellte Manuel ihnen eine militärische Eskorte zur Verfügung, doch Zusammenstöße zwischen den beiden bewaffneten Gruppen blieben nicht aus. Besonders schwer litt Adrianopel in Thrakien.

The Byzantine Empire c. 1090 CE
Das Byzantinische Reich um 1090 n. Chr. Spiridon MANOLIU (Public Domain)

Als die französischen und deutschen Kontingente 1147 in der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel eintrafen, verschärfte sich die Lage weiter. Die Kreuzfahrer, ohnehin misstrauisch gegenüber der östlichen Kirche, waren empört, als sie erfuhren, dass Manuel einen Waffenstillstand mit den Türken geschlossen hatte, die er kurzfristig für die geringere Bedrohung als die Kreuzfahrer hielt. Der französische Teil des Heeres wollte daraufhin die Stadt stürmen. Die deutschen Kreuzfahrer hatten unterdessen ihre eigenen Probleme: Ein großer Teil von ihnen kam in einer verheerenden Sturzflut ums Leben. Schließlich konnten die Kreuzfahrer durch Berichte über ein großes muslimisches Heer, das ihren Weg in Kleinasien zu versperren drohte, dazu bewegt werden, rasch weiterzuziehen. Dort ignorierten sie Manuels Rat, sich an die sichere Küste zu halten, und wurden von einer Katastrophe ereilt.

Das deutsche Heer unter der Führung Konrads III. war das erste, das unter mangelnder Planung und der Missachtung örtlicher Ratschläge litt.

Kleinasien und das Desaster

Das deutsche Heer unter König Konrad III. war das erste, das unter mangelnder Planung und der Missachtung örtlicher Ratschläge zu leiden hatte. Auf die raue, halbtrockene Steppe schlecht vorbereitet, mangelte es den Kreuzfahrern an Nahrungsmitteln, und Konrad hatte die benötigte Zeit für den Marsch zu seinem Ziel unterschätzt. Bei Doryläum richtete am 25. Oktober 1147 ein Heer muslimischer Seldschuken, vorwiegend Bogenschützen, unter den langsam vorrückenden Westeuropäern schwere Verluste an. Zum Rückzug nach Nicäa gezwungen, wurde Konrad selbst verwundet, schaffte es aber schließlich zurück nach Konstantinopel.

Ludwig VII. war erschüttert, als er vom Scheitern der Deutschen erfuhr, setzte den Marsch jedoch fort und konnte im Dezember 1147 ein seldschukisches Heer dank seiner überlegenen Reiter besiegen. Der Erfolg war jedoch nur von kurzer Dauer: Am 7. Januar 1148 erlitten die Franzosen beim Überqueren des Kadmosgebirges eine schwere Niederlage. Das Kreuzfahrerheer hatte sich zu weit auseinandergezogen, einzelne Einheiten verloren den Kontakt zueinander, und die Seldschuken nutzten dies aus. Die Reste des westlichen Heeres wurden schließlich von einer Gruppe Tempelritter geführt. Zwar errangen die Kreuzfahrer auf ihrem Weg an die Südküste Kleinasiens noch einige kleinere Erfolge, doch war dies ein katastrophaler Beginn für einen Feldzug, der sein eigentliches Ziel in Nordsyrien noch gar nicht erreicht hatte.

Siege of Damascus, 1148 CE
Die Belagerung von Damaskus, 1148 n. Chr. Unknown Artist (Public Domain)

Die Belagerung von Damaskus

Ludwig VII. und sein schwer mitgenommenes Heer erreichten im März 1148 schließlich Antiochia. Dort schlug er den Vorschlag Raimunds von Antiochia aus, in Nordsyrien zu kämpfen, und zog stattdessen weiter nach Süden. Gerüchten zufolge beruhte der fehlende Zusammenhalt der beiden Herrscher darauf, dass Ludwig erfahren hatte, dass seine junge Gemahlin Eleonore von Aquitanien eine Affäre mit ihrem Onkel Raimund habe. In jedem Fall wurde in Akkon ein Konzil westlicher Anführer einberufen, auf dem das neue Ziel des Kreuzzugs festgelegt wurde: nicht das bereits zerstörte Edessa, sondern das von Muslimen gehaltene Damaskus. Die Stadt war die nächstgelegene Bedrohung für Jerusalem und zugleich ein prestigeträchtiges Eroberungsziel.

Obwohl Damaskus einst mit dem von Kreuzfahrern geführten Königreich Jerusalem verbündet gewesen war, boten die wechselnden Bündnisse zwischen den verschiedenen muslimischen Staaten keinerlei Garantien für die Zukunft. Da die Kreuzfahrer vor der Wahl standen, wenigstens eine bedeutende Stadt zu erobern oder als völlige Versager in die Heimat zurückzukehren, erschien Damaskus als ein ebenso geeignetes Ziel wie jedes andere. Die Lage wurde umso dringlicher, als nun die reale Gefahr bestand, dass sich die Muslime von Damaskus mit jenen von Aleppo unter der Führung von Edessas ehrgeizigem Eroberer Nur ad-Din zusammenschließen würden.

Die Misserfolge des Zweiten Kreuzzugs rückten die legendären Erfolge des Ersten Kreuzzugs in ein anderes Licht.

Das Kreuzfahrerheer traf am 24. Juli 1148 vor Damaskus ein und begann sofort mit der Belagerung. Doch bereits nach vier Tagen musste sie wegen der starken Befestigungen und des akuten Wassermangels auf Seiten der Angreifer abgebrochen werden. Wieder einmal erwiesen sich mangelnde Planung und unzureichende Logistik als größter Gegner der Kreuzfahrer. Die Kämpfe um die Stadt waren heftig und forderten auf beiden Seiten hohe Verluste, doch ein wirklicher Fortschritt wurde nicht erzielt. Die Misserfolge des Zweiten Kreuzzugs rückten die bereits legendären Erfolge des Ersten Kreuzzugs in ein anderes Licht.

Der Zusammenbruch der Belagerung nach so kurzer Zeit führte dazu, dass einige – insbesondere Konrad III. – vermuteten, die Verteidiger hätten die christlichen Einwohner bestochen, um sie zum Nichtstun zu bewegen. Andere hegten den Verdacht byzantinischer Einflussnahme. Übersehen wurde dabei vielleicht der Eifer der Verteidiger, ihre kostbare Stadt zu bewahren, die enge Verbindungen zur islamischen Tradition besaß, sowie das Herannahen eines großen muslimischen Entsatzheeres, das Nur ad-Din rund 150 Kilometer entfernt entsandt hatte.

Da die Kreuzfahrer nur wenige Männer und Vorräte hatten und die Stadt einnehmen mussten, bevor das Entsatzheer eintraf, entschieden sich ihre Anführer wohl für den Rückzug, um an einem anderen Tag erneut kämpfen zu können. Doch zu einem weiteren Kampf sollte es nicht kommen: Konrad III. kehrte im September 1148 nach Europa zurück, und Ludwig folgte ihm sechs Monate später nach einer Besichtigungsreise durch das Heilige Land. Der Zweite Kreuzzug, trotz großer anfänglicher Hoffnungen, war schließlich enttäuschend verpufft – wie ein Feuerwerk, das nicht richtig zündete.

Auswirkungen des Zweiten Kreuzzugs

Der Zweite Kreuzzug bedeutete einen schweren Schlag für die von Byzanz mühsam aufgebauten diplomatischen Bündnisse, insbesondere für das mit Konrad III. gegen die Normannen. Der Kreuzzug und Konrads Abwesenheit in Europa boten eine günstige Gelegenheit für den normannischen König Roger II. von Sizilien (regierte 1130–1154), 1147 ungehindert Kerkyra (Korfu), Euböa, Korinth und Theben anzugreifen und zu plündern. Manuels Versuch, Ludwig VII. auf seine Seite gegen Roger zu ziehen, scheiterte. 1149 wurde die Blamage eines serbischen Aufstands und eines Angriffs der Flotte Georgs von Antiochia auf das Gebiet um Konstantinopel durch die Rückeroberung Kerkyras durch die Byzantiner teilweise ausgeglichen. Doch einmal mehr hatte ein Kreuzzug die Beziehungen zwischen Ost und West beschädigt.

Nur ad-Din setzte, wie die Kreuzfahrer zweifellos befürchtet hatten, die Festigung seines Reiches fort und eroberte nach der Schlacht bei Inab am 29. Juni 1149 Antiochia, wobei er dessen Herrscher Raimund von Antiochia enthaupten ließ. Der Graf von Edessa, ebenfalls ein Adliger namens Raimund, wurde gefangen genommen und inhaftiert, und der lateinische Staat Edessa war bis 1150 ausgelöscht. Anschließend brachte Nur ad-Din 1154 Damaskus unter seine Kontrolle und vereinigte damit das muslimische Syrien.

Manuel schlug zwischen 1158 und 1176 mit erfolgreichen Feldzügen in der Region zurück, doch die Zeichen standen ungünstig: Die Muslime würden für Byzanz und den Lateinischen Osten eine dauerhafte Bedrohung bleiben. Als Nur ad-Dins General Schirkuh 1168 Ägypten eroberte, war der Weg für eine noch größere Gefahr für die Christenheit geebnet – den großen muslimischen Führer Saladin (regierte 1169–1193), Sultan von Ägypten, dessen Sieg in der Schlacht bei Hattin im Jahr 1187 den Dritten Kreuzzug (1189–1192) auslösen sollte.

Übersetzer

Marie-Theres Carl
Marie ist angehende Journalistin und hat eine Leidenschaft für Storytelling. Sie studiert Germanistik und Politikwissenschaft in Greifswald. Besonders interessieren sie digitale Medien und das Zusammenspiel von Sprache und Kommunikation.

Autor

Mark Cartwright
Mark ist hauptberuflich als Autor, Forscher, Historiker und Redakteur tätig. Zu seinen Spezialinteressen zählen Kunst, Architektur sowie die Erforschung der Ideen, die als gemeinsame Grundlage aller Zivilisationen betrachtet werden. Er hat einen MA in politischer Philosophie und ist Verlagsleiter bei WHE.

Dieses Werk Zitieren

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Cartwright, M. (2025, November 02). Zweiter Kreuzzug. (M. Carl, Übersetzer). World History Encyclopedia. https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16759/zweiter-kreuzzug/

Chicago Stil

Cartwright, Mark. "Zweiter Kreuzzug." Übersetzt von Marie-Theres Carl. World History Encyclopedia, November 02, 2025. https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16759/zweiter-kreuzzug/.

MLA Stil

Cartwright, Mark. "Zweiter Kreuzzug." Übersetzt von Marie-Theres Carl. World History Encyclopedia, 02 Nov 2025, https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16759/zweiter-kreuzzug/.

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