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title: Jōmon-Keramik
author: Mark Cartwright
translator: Marina Wrackmeyer
source: https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16019/jomon-keramik/
format: machine-readable-alternate
license: Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/)
updated: 2024-11-10
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# Jōmon-Keramik

_Verfasst von [Mark Cartwright](https://www.worldhistory.org/user/markzcartwright/)_
_Übersetzt von [Marina Wrackmeyer](https://www.worldhistory.org/user/m.wrackmeyer)_

Die Jōmon-Periode (ca. 14.500 – ca. 300 v. Chr.) im alten Japan brachte eine charakteristische Keramik hervor, die sich von der früheren Altsteinzeit unterscheidet. Die Gefäße der Jōmon-Keramik sind die ältesten der Welt, und ihre eingeprägten Verzierungen, die Seilen ähneln, sind der Ursprung des Wortes *Jōmon*, das „Schnurmuster“ bedeutet.

Jōmon-Keramik in Form einfacher Gefäße wurde erstmals um 13.000 v. Chr. in der Gegend von Shinonouchi in Nagano hergestellt und ist damit eines der weltweit ältesten Beispiele von Keramik. Eine weitere frühe Produktionsstätte war Ōdai-Yamamoto in Aomori. Jōmon-Tonfiguren entstanden etwas später – das älteste bekannte Beispiel ist die „Jōmon-Venus“, die auf ca. 5000 v. Chr. datiert wird. Im Allgemeinen wurden zwei Arten von Töpferwaren hergestellt: eine dunkelgraue Art mit kantigen Rändern, geschwungenen Linien und Henkeln, die oft wie Tierköpfe geformt sind, oder Gefäße mit einer rötlichen Farbe und entweder gar keiner Verzierung oder einigen Wellen- oder Zickzacklinien.

Die Töpfer waren wahrscheinlich Halbspezialisten, die nur einen Teil ihrer Zeit der Herstellung von Keramik widmeten. Da keine Brennöfen aus dieser Zeit ausgegraben wurden, geht man davon aus, dass die Gefäße in offenen Feuern gebrannt wurden. Es gibt Belege für den Austausch lokal hergestellter Töpferwaren zwischen verschiedenen Gemeinschaften, aber da diese Gefäße sehr ähnlich sind, wurden wahrscheinlich eher die in den Gefäßen gelagerten Waren getauscht.

[ ![Jomon Vase](https://www.worldhistory.org/img/r/p/500x600/6653.jpg?v=1616315404) Jōmon-Vase James Blake Wiener (CC BY-NC-SA) ](https://www.worldhistory.org/image/6653/jomon-vase/ "Jomon Vase")### Formen

Japanische Wissenschaftler haben sechs Kategorien von Gefäßformen für die Jōmon-Keramik identifiziert:

- *Fukabachi* – tiefe Schalen (der häufigste Typ) und Krüge mit breiter Öffnung, manchmal mit gestauchtem Hals.
- *Asabachi* – flache Schalen.
- *Hachi* – Schalen von mittlerer Tiefe.
- *Sara* – Schalen, die so flach sind, dass sie an Teller erinnern.
- *Tsubo* – Gefäße mit enger Mündung, manchmal mit langem Hals.
- *Chuko* – Gefäße mit Ausguss.

[ ![Jomon Spouted Vessel](https://www.worldhistory.org/img/r/p/750x750/6639.jpg?v=1748075347) Jōmon-Gefäß mit Tülle James Blake Wiener (CC BY-NC-SA) ](https://www.worldhistory.org/image/6639/jomon-spouted-vessel/ "Jomon Spouted Vessel")Die meisten Gefäße haben entweder einen flachen oder einen abgerundeten Boden, spätere Exemplare wurden jedoch überwiegend mit einem flachen Boden hergestellt. Neben diesen großen Gruppen gibt es auch Gefäße, die Lampen oder Räuchergefäßen ähneln, da sie als Teil des Dekors Öffnungen haben, sowie kleine Figuren. Am Ende der Periode lassen sich zwei Gruppen unterscheiden, in die alle Gefäße eingeteilt werden können: schlichte Rohware mit wenig Dekoration (Schnurmuster) und Feinware mit vielfältigerer Dekoration. Brandspuren und größere Abnutzungserscheinungen deuten darauf hin, dass die groben Gefäße für den täglichen Gebrauch bestimmt waren, während die feineren Gefäße, die in der Regel unbeschädigt sind, nur für den rituellen Gebrauch verwendet wurden.

[ ![Jomon Incense Burner](https://www.worldhistory.org/img/r/p/750x750/6654.jpg?v=1616315404) Jōmon-Räuchergefäß James Blake Wiener (CC BY-NC-SA) ](https://www.worldhistory.org/image/6654/jomon-incense-burner/ "Jomon Incense Burner")### Verzierung

Viele Gefäße sind also schlicht, aber etwa die Hälfte weist irgendeine Art von Dekoration auf, meist Linien und Wellen, die durch das Aufdrücken einer Schnur auf den nassen Ton vor dem Brennen entstehen. Daher der Name *Jōmon* oder „Schnurmuster“ für die Keramik und den Zeitraum dieser Epoche der japanischen Geschichte. Es gibt einige regionale Unterschiede, und Wissenschaftler haben insbesondere im Osten Japans *Chinsen-mon* identifiziert, wo Muscheln zum Einritzen des Tons verwendet wurden, und *Oshigata-mon* im Westen, wo Abdrücke mit einem Dübel gemacht wurden. Die Dekoration wurde in der Mitte des Zeitalters mit dem so genannten Flammenstil (*Umataka Kaen*) aus der Hokuriku-Region und insbesondere aus der Sasayama-Stätte in der Präfektur Niigata deutlich extravaganter. Die Gefäße wurden dabei mit dünnen Tonrollen bedeckt, die Linien, Wirbel und Kronen bilden. Gegen Ende der Periode wurde die Verzierung wieder auf ein Minimum reduziert und verschwand in einigen Gegenden sogar ganz.

[ ![Jomon 'fire-flame' Vessel](https://www.worldhistory.org/img/r/p/500x600/6662.jpg?v=1599461105) Jōmon-Gefäß im Flammenstil Daderot (Public Domain) ](https://www.worldhistory.org/image/6662/jomon-fire-flame-vessel/ "Jomon 'fire-flame' Vessel")### Entwicklung

Als Migranten vom asiatischen Festland ab etwa 400 v. Chr. (oder noch früher) nach Japan kamen, brachten sie neue Töpfertechniken, Formen und Verzierungen mit. Interessanterweise zeigt sich diese Ausbreitung von Ideen aus dem Ausland darin, dass der Westen Japans damals eine viel größere Vielfalt bei der Herstellung von Töpferwaren aufwies als der Osten der Inseln. Im Westen Japans verbreitete sich die Mode der minimalen Verzierung, ebenso wie die Unterscheidung zwischen glasierten und unglasierten Töpferwaren. Die Jōmon-Keramik wurde daher allmählich durch die feineren Töpferwaren der Yayoi-Zeit (ca. 300 v. Chr. – ca. 250 n. Chr.) ersetzt und wies dann keine Verzierungen mehr auf und hatte eine rötliche Farbe. Diese Waren wurden wiederum durch das höherwertige Sue-Steinzeug ersetzt, das in der Kofun-Zeit (ca. 250 n. Chr. – 538 n. Chr.) aus Korea eingeführt wurde.

\[sasakawa\]

#### Editorial Review

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## Literaturverzeichnis

- [Habu, J. *Ancient Jomon of Japan.* Cambridge University Press, 2004.](https://www.worldhistory.org/books/0521776708/)
- Habu, J. & M.E.Hall. "Jomon Pottery Production in Central Japanâ€¨." *Asian Perspectives*, Vol. 38, No. 1 (Spring 1999), pp. 90-110.
- [Henshall, K. *Historical Dictionary of Japan to 1945.* Scarecrow Press, 2013.](https://www.worldhistory.org/books/0810878712/)
- Pearson, R. "Debating Jomon Social Complexity." *Asian Perspectives*, Vol. 46, No. 2, pp. 361-88.

## Über den Autor

Mark ist Verlagsleiter bei WHE und hat einen Master of Arts in Politischer Philosophie von der University of York. Er arbeitet als Forscher, Autor, Historiker und Redakteur. Besonders interessieren ihn Kunst, Architektur und die Frage, welche Ideen allen Zivilisationen gemeinsam sind.

## Zeitleiste

- **14500 BCE - 5000 BCE**: The Incipient phase of the [Jomon Period](https://www.worldhistory.org/Jomon_Period/), earliest known [pottery](https://www.worldhistory.org/pottery/) in the world made during this time.
- **c. 14500 BCE - c. 300 BCE**: [Jomon Period](https://www.worldhistory.org/Jomon_Period/) in [Japan](https://www.worldhistory.org/disambiguation/Japan/).

## Dieses Werk zitieren

### APA
Cartwright, M. (2024, November 10). Jōmon-Keramik. (M. Wrackmeyer, Übersetzer). *World History Encyclopedia*. <https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16019/jomon-keramik/>
### Chicago
Cartwright, Mark. "Jōmon-Keramik." Übersetzt von Marina Wrackmeyer. *World History Encyclopedia*, November 10, 2024. <https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16019/jomon-keramik/>.
### MLA
Cartwright, Mark. "Jōmon-Keramik." Übersetzt von Marina Wrackmeyer. *World History Encyclopedia*, 10 Nov 2024, <https://www.worldhistory.org/trans/de/1-16019/jomon-keramik/>.

## Lizenz &amp; Urheberrecht

Eingereicht von [Marina Wrackmeyer](https://www.worldhistory.org/user/m.wrackmeyer/ "User Page: Marina Wrackmeyer"), veröffentlicht am 10 November 2024. Bitte entnehmen Sie die Informationen zum Urheberrecht den Originalquellen. Bitte beachten Sie, dass für Inhalte, auf die von dieser Seite aus verlinkt wird, möglicherweise andere Lizenzbedingungen gelten.

